Berge überwinden: Die NRW-Eifel wird «Movelo»-Region
05.03.2010, 14:54
Nordeifel. «Das wird vielen Gästen die Sorge nehmen, die Eifeler Berge nicht mehr mit dem Fahrrad zu schaffen», schätzt Gotthard Kirch als Tourismusentwickler der Rureifel. Seine beiden Kollegen aus dem Monschauer Land und dem Kreis Euskirchen pflichten ihm bei.
Iris Poth und Sebastian Lindt von der Rursee-Touristik haben mit Gotthard Kirch zusammen die Gastgeber und weitere Leistungsträger der Region über das Projekt «Movelo» informiert und besonders nach den Probefahrten in erstaunte und glückliche Gesichter geschaut.
Über das Projekt «Movelo» mieten die Gastgeber der Eifel sowohl sehr gute als auch alltagstaugliche so genannte Pedelecs. Das sind Elektro-Fahrräder, auf denen Radfahrer mit eigenen Kräften und unterstützt durch eine ausgeklügelte Technik auch weite Wege und steilere Bergstraßen spielend zurücklegen können. Die Vermarktung der Region und der ausgearbeiteten Routen wird von der Marketingkooperative ebenfalls mit übernommen.
Bei Veranstaltungen in Zülpich, Roetgen und Zerkall waren jeweils 25 bis 30 Gastgeber und weitere Leistungsträger erschienen, die sich für die Zielgruppe der Radfahrer interessierten. Treten muss man nach wie vor, aber als Radler kann man wählen, wieviel Unterstützung aus dem Akku gewünscht wird. Bis zu 150 Prozent der vorhandenen Muskelkraft kann zugeschossen werden, und das über eine Strecke von 50 bis 60 Kilometern», berichtet Sebastian Lindt.
Die touristischen Organisationen Monschauer Land und Rureifel sowie der Kreis Euskirchen beteiligen sich finanziell und inhaltlich an der Darstellung der Region in Faltblättern und im Internet.
Die Gastgeber und die lokalen Tourist-Infos entwickeln passende Tourenangebote, damit der Akku auch bis zum Ende der Tour unterstützend arbeiten kann. Iris Poth vom Kreis Euskirchen ist derzeit bemüht, auch Partner aus dem rheinland-pfälzischen Teil der Eifel zu gewinnen. Für alle Beteiligten ist die attraktivste Vorstellung, die ganze Eifel mit einem Netz von schönen Radtouren und den entsprechenden Verleih- und Ladestationen für Pedelecs zu überziehen.
Interessierte Gastgeber und potentielle Verleiher sollten sich möglichst schnell an die touristischen Arbeitsgemeinschaften wenden, um nähere Details und ein Angebot zu erhalten.