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CDU Monschau geht selbstbewusst ins Wahljahr
(hes)
In der rund zweieinhalbstündigen Versammlung im Saal «Achim & Elke» stellte die Union die personellen Weichen für die Wahlen am 7.Juni diesen Jahres und zeigte sich überzeugt, auch in der kommenden Legislaturperiode die führende politische Kraft in Stadt und Region zu sein.
Mangelnde Gerechtigkeit Alexander Lenders stellte «Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität», die drei Grundpfeiler des CDU-Grundsatzprogramms, in den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache, stellte aber fest, «dass uns als Stadt Monschau diese drei Grundsätze leider nicht sehr oft begegnen». So wertete der Stadtverbands-Vorsitzende es als «große Ungerechtigkeit», wenn eine Stadt wie Monschau mit vier weiterführenden Schulen und fünf Grundschulen als Schulpauschale 513.000 Euro erhalte, wenn «eine Nachbarkommune mit einer einzigen Grundschule schon 200.000 Euro erhält». Gerechtigkeit vermisst Alexander Lenders auch, wenn «eine Stadt wie Monschau immer mehr Aufgaben übernehmen muss, selbst ein strukturelles Defizit hat und auch noch Solidarbeitrag für die neuen Länder zahlen muss.» Der Vorsitzende verwies auf Solidarität, die Monschau gezeigt habe und zeige - bei den Sozialkosten, wo man die Lasten der Nord- und Mittelkreiskommunen mittrage oder beim Kampf um den Erhalt des Krankenhauses. «Wo aber ist die Solidarität der Anderen bei den Schülerfahrtkosten?» sprach Lenders die aktuelle Diskussion um die Schulstadt an. Der Städteregionskandidat der Monschauer CDU kündigte an, «dass kein Thema in den nächsten fünf Jahren eine so große Priorität haben werde wie das Thema Schulen. In Kürze werde die Union ihr Wahlprogramm zum Thema Schulen vorstellen. Dank an Theo Steinröx Alexander Lenders blickte angesichts der anstehenden Personalentscheidungen zurück und schaute voraus. Er dankte dem scheidenden Bürgermeister Theo Steinröx «für seinen Einsatz für unsere Bürgerinnen und Bürger - egal mit wem, egal gegen wen», dies sei das wichtigste Erbe von Steinröx. Alexander Lenders hegt keine Zweifel, «dass Margareta Ritter ab Oktober unsere Bürgermeisterin sein wird» und listete auf, welch vorzeigbare Ergebnisse die Beigeordnete bereits in den wenigen Monaten ihres Wirkens in Monschau erbracht habe. «Eine Stadt wie Monschau hat Sorgen. Margareta Ritter sorgt sich darum», appellierte der Vorsitzende an die Mitglieder, die CDU-Bürgermeisterkandidatin zu unterstützen, die «anders als ihr Vorgänger, aber sicherlich nicht weniger erfolgreich für Monschau» arbeiten werde. Margareta Ritter hatte sich bereits in den Ortsverbänden der CDU vorgestellt und skizzierte nun auch vor der großen Mitgliederversammlung des Stadtverbandes die Schwerpunkte ihrer Politik (weiterer Bericht folgt): «Bildung und Betreuung», «Arbeit und Wirtschaft», «Lebendige Stadtteile und Dörfer» sowie «Finanzieller Spielraum für Entwicklungen der Stadt Monschau». Unterstützung werde Margareta Ritter nach ihrer Wahl von der Fraktion erhalten, kündigte CDU-Ratssprecher Peter Theißen an. Der Höfener Direktkandidat und Ortsvorsteher versprach aber nicht nur der Bürgermeisterkanidatin Unterstützung, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern in Sachen Gebühren und den Vereinen, «die sich auch weiterhin auf uns verlassen können.» Entwicklung und Finanzen Den Blick zurück wandte Bürgermeister Theo Steinröx, der eine umfangreiche Tätigkeitsbilanz seiner zehnjährigen Amtszeit vorlegte. Vor allem Verbesserungen in der Infrastruktur, die Weiterentwicklung von Handel und Gewerbe einerseits sowie der einzelnen Ortsteile andererseits und nicht zuletzt die Finanzenwicklung in dieser Dekade bildeten die Schwerpunkte des scheidenden Bürgermeisters. Theo Steinröx wurde auch in dieser, einer seiner letzten Reden als Bürgermeister vor dem CDU-Stadtverband nicht müde, Unterstützung für «seine» Stadt Monschau einzufordern und spannte damit den Faden zum Gerechtigkeitsappell von Alexander Lenders: «Die Zukunft ist für Monschau dann sicher, wenn der Landesgesetzgeber die Kommunen mit den notwendigen finanziellen Ausstattungen versieht und die Umlageverbände ihre in den letzten Jahren vorgeommenen überdurschnittlichen Erhöhungen nicht mehr fortsetzen.»
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