Lokal & Regional / Heinsberg

Skinheads demonstrieren bei Karl D.

07.02.2010, 15:45

Heinsberg-Randerath. Zwei Dutzend Streifenwagen der Kreispolizeibehörde Heinsberg und aus dem Aachener Raum sorgten am Samstagabend in Heinsberg-Randerath für Polizeipräsenz.


Der Grund war eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Demonstranten, die am Bahnübergang unweit der Wohnung von Karl D. lautstark ihren Unmut gegen die Anwesenheit des aus der Haft entlassenen Sexualstraftäters kund taten.

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes ist Karl D. ein freier Mann, aber dennoch demonstrieren täglich eine Hand voll Unentwegter auch nach einem Jahr noch gegen die Anwesenheit des Mannes. Am Samstag tauchten dann kurz nach 17 Uhr sechs Fahrzeuge mit «Skinheads» am Ortsrand von Randerath auf, was wiederum die Polizei verstärkt auf den Plan rief.

Aussagen, nachdem die Randerather Demonstranten aufgrund der nur noch wenigen täglichen Teilnehmer an den Mahnwachen jetzt Personen aus der rechtsradikalen Szene für ihre Zwecke rekrutierten, dementiert Thomas Brauckmann entschieden. «Die waren mit rund 200 weiteren Leuten heute bei einer Demo in Marl», erklärt Brauckmann, der die Demonstrationen noch bis März beantragt und genehmigt bekommen hat.

18 Personen seien anschließend nach Randerath gekommen, um die Proteste an diesem Tag zu unterstützen. Deshalb skandierten über 40 Protestler ihre Parolen gegen Karl D. unter den wachsamen Augen der ebenfalls rund 40 Polizeibeamten. Die Mahnwache verlief am Ende ohne besondere Zwischenfälle.



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