Jülich. Nach 21-jährigem Leistungsbetrieb wurde Ende 1988 der Forschungsreaktor der «Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor», AVR, vom Netz genommen. Seit März dieses Jahres laufen die Rückbauschritte zur «Grünen Wiese», für die die Arbeitsgemeinschaft zuständig ist.
Nicht zuständig ist man aber für die Entsorgung der rund 300.000 hochradioaktiven Brennkugeln, die mit den Jahren aus der Reaktorkammer entnommen, auf dem Gelände des Forschungszentrums zwischengelagert sind. Die Genehmigung zu dieser Zwischenlagerung läuft im Jahre 2013 ab.
«Wir haben einen Antrag auf Genehmigungs-Verlängerung gestellt», bestätigte Peter Schäfer, stellvertretender Leiter der Unternehmens-Kommunikation auf Anfrage. Inwieweit diesem Antrag entsprochen wird, dies stehe aber noch nicht fest.
Ende September hat die GNS, die Gesellschaft für Nuklear-Service mit Sitz in Ahaus, mit Antrag an das Bundesamt für Strahlenschutz Interesse an den Jülicher Kugeln bekundet. Das GNS-Zwischenlager im münsterländischen Ahaus ist nur zu fünf Prozent ausgelastet. «Natürlich käme uns eine diesbezügliche Genehmigung entgegen», so der FZ-Sprecher.