Ein Abschied mit prallem und mächtigem Sound: a-ha in Köln
Von Susanne Schramm
28.10.2009, 17:12
Köln. Rein theoretisch ist der Innenraum bestuhlt. Doch schon bei den ersten Klängen von «The Sun Always Shines On TV» springen alle, die dort sitzen, von ihren Plätzen auf. Ab da gibt es in der Kölner Lanxess-Arena nur noch Stehplätze: Auch die auf den Rängen drängt es gleich bei Beginn des Konzerts zur Standing Ovation. Eine verdiente Ehre.
Denn in 26 Jahren haben a-ha Musikgeschichte geschrieben. Drei Norweger, die Hit auf Hit produzierten, die mehr als 35 Millionen Alben verkauften und von denen einer wie Chris Martin («Coldplay») sagt, sie hätten ihn maßgeblich beeinflusst. In der ausverkauften Arena ist der Auftakt der Deutschlandtour (weitere Stationen: Berlin, Hamburg, Frankfurt, Oberhausen, Hannover und Erfurt) allerdings nicht ganz ungetrübt.
Denn Morten Harket (50), Magne Furuholmen (46) und PŒl Waaktaar-Savoy (48) hatten zuvor auf ihrer Homepage angekündigt, dass sich die Band nach Abschluss ihrer Welttournee 2010 auflösen wird. Die Kölner Abschiedsfeier für 10000 Fans dauert rund 100 Minuten. Sänger Harket, Gitarrist Waaktaar-Savoy und Keyboarder Furuholmen präsentieren einen Querschnitt aus sieben ihrer neun Studio-Alben, wobei im Vordergrund die jüngste CD «Foot Of The Mountain» (2009) steht, die der Tour auch ihren Namen gibt. Unterstützt von einem zusätzlichen Keyboarder und einem Drummer gerät der Abgesang auf über 25 Jahre Popgeschichte eher druckvoll denn elegisch.