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Innenminister auf dem Tivoli: «Einfach schön»

Von Verena Kettenhofen 04.08.2009, 22:10

Aachen. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und ein funkelnagelneues Stadion - NRW-Innen- und Sportminister Dr. Ingo Wolf hätte sich kaum einen besseren Tag aussuchen können, um dem neuen Tivoli einen Besuch abzustatten.


Am Dienstag hat er mit rund 80 weiteren FDP-Parteimitgliedern von Aachen-Stadt und -Land die Gelegenheit genutzt, um zwei Wochen vor dem ersten Heimspiel der Alemannia die Bauarbeiten in der Soers zu begutachten.

Und der Vorsitzende des FDP-Bezirksverbandes Aachen zeigte sich durchaus beeindruckt von der Größe und Modernität des neuen Fußballstadions. «Aachen setzt hier wirklich neue Maßstäbe», lobte Wolf, der von Stephan van der Kooi, Projektleiter bei der Alemannia, mit sämtlichen Informationen versorgt wurde.

Dazu musste van der Kooi - angesichts der großen Gruppe - vor der neuen Stehplatztribüne sogar einmal auf einen Stapel Holzpaletten klettern, damit ihn alle hören konnten. Soviel sportliches Engagement beeindruckte den Minister dann noch zusätzlich.

Mehr noch hinterließ aber der imposante Neubau an der Krefelder Straße einen bleibenden Eindruck. Besonders die steilen Ränge versetzten Ingo Wolf und die anderen Besucher in Erstaunen. So hatten sich die meisten den neuen Tivoli dann doch nicht vorgestellt.

Ungläubiges Raunen ging auch durch die Reihen, als Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer erklärte, dass 50 Millionen Euro in den Stadionneubau investiert wurden. Eine notwendige Investition laut Kraemer, wenn man künftig mit den anderen Bundesligavereinen mithalten möchte. «Es sind in den vergangenen Jahren viele neue Stadien gebaut worden, auch in der zweiten Bundesliga.» Da könne man nicht zurückstehen, so der Geschäftsführer.

Und das wurde bei dem Rundgang, der einmal um das Stadion herum und zweimal in sein Inneres führte, deutlich: Verstecken muss sich Aachen keineswegs hinter Städten wie Augsburg, Hoffenheim oder Duisburg. Punkten konnte das neue Stadion auch mit ganz eigenen Superlativen: In der Fankneipe «Klömpchensclub», die in den Bau integriert wird, soll mit elf Metern Aachens längste Theke entstehen. «Wenigstens haben wir noch keine längere in Aachen gefunden», scherzte van der Kooi, während er mit den Besuchern in den noch kargen Räumen stand.

Für den Minister kein Problem: «Ich glaube, wir haben alle genug Fantasie, um uns die Dinge vorzustellen, die wir nicht sehen können.» Daher verwundert es nicht, als sein Fazit am Ende des Rundgangs lautete: «Einfach schön.»



 

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