Aachen. Sollten die Signale für die Campus-Bahn auf Grün springen, müssen bei der Aachener Feuerwehr die Weichen neu gestellt werden. Ohne zusätzliches Personal und Gerät sei die Sicherheit dann nicht zu gewährleisten, sagt Jürgen Wolff.
Der Nachfolger von Feuerwehrchef Dr. Hans-Dieter Nüßler hat dessen Geschäfte im vergangenen November übernommen. Und dass der gebürtige Eschweiler, der aus Bochum nach Aachen kam, bereits bestens Bescheid weiß, welche Themen die Stadt derzeit bewegen, wird schnell deutlich.
«Wenn wir in Zukunft über den Campus reden, können wir unsere Aufgaben nicht mit der gleichen Zahl an Leuten wie bisher bewältigen», sagt der 47-Jährige. Dabei bezieht er sich nicht allein auf die sicherheitstechnischen Herausforderungen neuer Verkehrsmittel, sondern auch auf die Bebauung des RWTH-Erweiterungsgeländes. Wolff geht davon aus, dass in den Forschungslaboren Gefahrenstoffe zum Einsatz kommen werden.
Zu dem Schluss, dass sich die Herausforderungen der Zukunft nicht allein mit dem gegenwärtigen Personal meistern lassen, kommt der neue Feuerwehrchef nicht zuletzt mit Blick auf die Vergangenheit. Im letzten Jahr fuhr die Feuerwehr Aachen insgesamt 37.183 Einsätze. Keine signifikante Steigerung zu 2008 (36.756 Einsätze) zwar, aber aktuellster Ausdruck einer seit Jahren beobachtbaren Entwicklung: Rückte die Feuerwehr 1996 noch zu rund 29.000 Einsätzen aus, war ihre Zahl vier Jahre später bereits auf knapp 35.000 gestiegen.