Sport / Alemannia

Der besondere Tag im Leben von Olajengbesi

Von Roman Sobierajski 11.01.2009, 20:09

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Larnaca/Aachen. Der 1. Februar wird ein ganz besonderer Tag werden im Leben von Seyi Olajengbesi - und das gleich in zweifacher Hinsicht. Der 28-Jährige wird seine Frau und seinen zweijährigen Sohn in die Arme nehmen können. Ihnen das gemeinsame Haus in Aachen zeigen und mit seiner Familie, die endlich aus Afrika nachkommt, wieder zusammen sein.


Dass der Innenverteidiger überhaupt Zeit hat dafür, kennzeichnet die zweite Besonderheit dieses 1. Februar: «Ola», wie er im Mannschaftskreis nicht nur gerufen wird, wenn es auf schnelle Verständigung ankommt, ist gelb-gesperrt und wird das erste Rückrunden-Spiel der Alemannia beim SV Wehen Wiesbaden nicht mitmachen dürfen. Erstmals seit dem 14. März 2008 steht der Nigerianer nicht in der Startformation bei einem Meisterschaftsspiel, 30 Einsätze, Pokal inklusive, in Folge - nur ein einziges Mal wurde er ausgewechselt.

Doch der Reihe nach: Die Zusammenführung der Familie ist wohl das einzige Mittel gegen die «afrikanische Krankheit», die so manchen Spieler vom Schwarzen Kontinent schon befallen hat. Tausende Kilometer von zuhause entfernt, fremde Kost, ungewohnte Temperaturen, allein in einem zunächst unbekannten Land, getrennt von den Freunden und der Familie - Melancholie. «In den ersten zwei Wochen in Freiburg habe ich fünf Kilo abgenommen», erinnert sich die 1,92 Meter große «Tanne» an den schweren Start in Deutschland.

Doch auch die wechselvolle sportliche Karriere beim SC Freiburg machte dem Abwehr-Recken zu schaffen: Nach den Anlaufschwierigkeiten spielte Olajengbesi zunächst eine gute Saison im Breisgau, wurde dann durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen, kämpfte sich wieder heran, wurde unter dem neuen Trainer Robin Dutt im ersten Saisonspiel nach 58 Minuten ausgewechselt - und nie wieder aufgestellt. «Der Trainer hatte mir erklärt, dass er mit anderem Muster spielen will und ich nicht dazu gehöre», beschreibt der 28-Jährige seine «Ausmusterung» beim Sportclub.

Ein Anruf bei Volker Finke genügte: Der Ex-Trainer setzte sich mit Jörg Schmadtke in Verbindung, Alemannia Aachen lieh den Nigerianer zunächst aus und verpflichtete ihn dann endgültig mit einem Vertrag bis 2010. Ein Schritt, den Olajengbesi nicht bereut hat: «Mit Aachen habe ich die große Chance, in der kommenden Saison, wenn das neue Stadion fertig ist, in der Bundesliga zu spielen. Jeder Fußballer möchte das, mein großer Traum ist es auch», meint «Ola», der in die Führungsrolle in der zentralen Defensive hineingewachsen ist.
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