Aachen. Horst Heinrichs wird - sofern sich die Einstellung des Verwaltungsrats der Alemannia nicht ändert - nicht mehr für das Präsidentenamt von Alemannia Aachen kandidieren. Das hat der seit 2002 amtierende Präsident am Freitag dem Verwaltungsratsvorsitzenden der Alemannia, Hubert Herwartz, mitgeteilt.
Der Verwaltungsrat, der nach der Vereinssatzung für die Vorschläge für das Präsidentenamt zuständig ist, hatte sich zuvor wiederholt gegen eine erneute Kandidatur Heinrichs ausgesprochen, der ursprünglich bei der Mitgliedeerversammlung im Sommer erneut antreten wollte.
Zu den Gründen schweigen sich beide Parteien aus. Lediglich die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans (IG), die eine Kandidatur Heinrichs stets unterstützt hat, erklärte nach einem Gespräch mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Hubert Herwartz, dass die Gründe wohl in der zwischenmenschlichen Kommunikation zu suchen seien.
Heinrichs erklärte am Freitag: «Ich bedaure, dass ich meinen Weg jetzt nicht mehr fortsetzen kann. Gleichwohl respektiere ich die Entscheidung des Verwaltungsrates, der auf dem Boden der von den Vereinsmitgliedern mitgestalteten Satzung handelt.»
Gegenüber den «Nachrichten» räumte Heirnichs allerdings ein, dass er natürlich weiter als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung stünde, wenn der Verwaltungsrat seine Meinung doch noch ändern und ihn den Mitgliedern der Alemannia zur Wahl vorschlagen würde.
Hubert Herwartz, der Verwaltungsratsvorsitzende der Alemannia räumte die «unbestrittene Verdienste um die Alemannia» ein, führte jedoch «unterschiedliche Gründe» an, warum ein Wechsel an der Vereinsspitze notwendig sei, ohne diese weiter zu erläutern. «Wir haben Herrn Heinrichs diese Gründe in einem persönlichen Gespräch erläutert. Ebenso wurde vergangene Woche die Spitze der Fan-IG über unsere Motive persönlich informiert», sagte Herwartz.