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10. Todestag: Fans erinnern an Werner Fuchs
Von Achim Kaiser
Im Gedenken an den seinerzeit plötzlich verstorbenen Fußballlehrer legt die Interessengemeinschaft der Fans und Fan-Clubs (IG) am Montag um 18 Uhr auf dem Friedhof Berensberg einen Kranz nieder. Vereinspräsident Horst Heinrichs, zu Zeiten der Fuchs-Ära als Anhänger bei jedem Heim- und Auswärtsspiel auf der Tribüne, ist auch dabei.
«Wir müssen Werner Fuchs unendlich dankbar sein. Denn mit seiner Arbeit hat er den Grundstein für das gelegt, was aus der Alemannia geworden ist. In den Herzen der Alemannen wird er immer einen Platz haben», betont der Klubchef. Außerdem wird die Alemannia das neue Amateurstadion nach dem verstorbenen Trainer benennen. Es wird «Werner-Fuchs-Stadion» heißen. «Die Benennung des Amateurstadions als Werner-Fuchs-Stadion zeigt, welchen Stellenwert dieser Trainer bei den Fans immer noch hat. Der Klub tut sehr gut daran, diesem Vorschlag zu folgen. Wir haben in Rücksprache mit der Familie und den Vereinsgremien diesen Vorschlag umgesetzt», sagt Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer. «Noch wie ein Film» läuft jener tragische 11. Mai 1999 im Kopf von IG-Sprecher Dirk Heinhuis ab: «Ich kann mich genau daran erinnern, wie ich die Nachricht bei der Arbeit erhielt und mir ein Kollege sagte, dass Werner Fuchs beim Waldlauf mit der Mannschaft gestorben sei.» Heinhuis wollte und konnte es - wie viele andere auch - nicht glauben. Werner Fuchs war gerade mal 50 Jahre alt und stand mit dem Team ganz kurz vor dem Aufstieg in die zweite Liga. «Es war für uns alle unfassbar, ein tiefer Schock», gewährt der damalige Publikumsliebling Stephan Lämmermann einen Einblick in sein Seelenleben: «Für mich war Werner mehr als nur ein Trainer. Er war ein ganz besonderer Mensch. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Aber mir kommt es so vor, als ob er erst gestern gestorben wäre.» Absolut präsent sind noch die Eindrücke von dem plötzlichen Tod des Aachener Aufstiegstrainers. Heinhuis: «Ich bin damals direkt von der Arbeit zum Tivoli gefahren und habe jämmerlich geheult. Werner Fuchs war eine absolute Identifikationsfigur, ein superfeiner Kerl.» Ohne den verstorbenen Trainer schaffte die Mannschaft durch einen anschließenden Sieg in Erkenschwick den Sprung in den Profifußball. Sowohl bei den Aachener Anhängern als auch bei den Spielern flossen an diesem Tag jedoch keine Tränen des Triumphes, sondern unzählige Tränen der Trauer. «So etwas lässt sich nicht in Worte fassen», ringt Lämmermann auch heute noch nach Worten: «Werners Tod, der anschließende Aufstieg und die Trauerfeier im Dom sind Ereignisse, die mich sprachlos werden lassen und die ich nie vergessen werde.» Und so will Stephan Lämmermann «seinem» Trainer irgendwann am Nachmittag ganz alleine ein stilles Gebet auf dem Friedhof widmen. Wie auch Monika Fuchs und Sohn Marco, die fernab von der Öffentlichkeit den zehnten Todestag ihres geliebten Mannes und Vaters begehen. «Der Schmerz sitzt nach wie vor tief», gesteht Monika Fuchs. Für sie ist am Montag ein schwerer Tag. Ein kleiner Trost: Zahlreiche Ex-Spieler und Anhänger sind in Gedanken bei ihr und ihrem viel zu früh verstorbenen Gatten, der für einen Teil der Fans der «Mister Alemannia» war und bleibt. Treffend drückt es Dirk Heinhuis aus: «Wer das nicht versteht, versteht die Alemannia nicht!»
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