Sport / Alemannia

Traumziel Aufstieg: Der Hoffnungsfunken glimmt weiter

Von Roman Sobierajski 12.05.2009, 21:30

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Aachen. Der alte Tivoli verabschiedet sich mit Anstand aus dem aktiven Dienst, der letzte Hoffnungsfunken ist auch nach der drittletzten Partie der Saison nicht verloschen: Mit 1:0 wurde Kaiserslautern, direkter Mitkonkurrent um die vorderen Tabellenpositionen, geschlagen, und zumindest bis Mittwochabend ist Alemannia Aachen somit bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz herangerobbt.


«Es gibt noch sechs Punkte zu verteilen», lässt sich Trainer Jürgen Seeberger keine weiteren Träumereien entlocken.

«Ich habe mich über die Reaktion der Mannschaft gefreut», verweigert auch Sportdirektor Andreas Bornemann den Blick zu den Sternen.

Die Mannschaft hatte nach dem Osnabrück-Debakel ein richtig dickes Brett zu bohren, denn der FCK trat nicht auf wie eine Mannschaft, die ihre eigene Ausstiegs-Chance mit aller Macht erkämpfen wollte.

So waren wirkliche Tormöglichkeiten im ersten Durchgang Mangelware. Nach doppeltem Doppelpass zwischen Patrick Milchraum und Lewis Holtby flog der Ball nur knapp am gegnerischen Tor vorbei (20.), einen Freistoß von Timo Achenbach lenkte Lauterns Torhüter Luis Robles mit den Fingerspitzen über die Latte (32.)

«Wir wussten, dass wir nur wenige Chancen bekommen werden und dass wir diese Chancen nutzen müssen», war Alemannias Florian Müller nach Spielschuss wenig überrascht, doch zumindest im ersten Durchgang ging der Plan noch nicht auf.

«In der zweiten Halbzeit sind wir mutiger aufgetreten», hatte Trainer Jürgen Seeberger beobachtet. «Die Mannschaft hat sich durch den zu Unrecht nicht gegebenen Treffer nicht zurückwerfen lassen.»

Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer hatte nach dem Treffer von Pekka Lagerblom (53.) den Lauterer Martin Amedick übersehen und Abseits gepfiffen, statt zur Mittellinie zu gehen.

Doch die Alemannia machte weiter Druck und während Robles einen Knaller von Patrick Milchraum parierte (57.) und somit wieder eine der wenig Chancen passé war, machte es Florian Müller neun Minuten später besser: Von Auer bedient zog der 22-Jährige ab, und dass Aimen Demai den Schuss unhaltbar abfälschte, dürfte seine Chancen, in der kommenden Spielzeit am neuen Tivoli aufzulaufen, nicht gerade verschlechtert haben.
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