Aachen. Von Lewis Holtby gibt es eine Neuigkeit. Der U19-Nationalspieler ist nach seinen letzten Länderspielen in Urlaub gefahren, sein Wagen wurde am Tivoli abgeholt, sein Spind nicht angetastet. Noch gehört das Juwel Alemannia Aachen, und es ist nicht mehr ganz ausgeschlossen, dass das Holtby-Spind demnächst einen besonderen Platz im neuen Stadion findet.
Der Urlaubsantritt ist ein Faktum, alle anderen Holtby-Meldungen sind spekulativ.
Für einen Premiere-Reporter war er acht Millionen Euro wert, für die Bild-Zeitung je nach Tagesform mal vier oder fünf Millionen Euro, der «Reviersport» legte sich bescheiden auf eine Million Euro fest. Auf der Internet-Plattform «Transfermarkt» ist er mit zwei Millionen Euro gelistet. Und von alle dem - stimmt nichts. Noch nichts, denn bislang ruht der Markt, auf dem sich Angebot und Nachfrage finden.
Schalke hat sich telefonisch in Aachen gemeldet, aber seitdem wartet Andreas Bornemann auf ein schriftliches Angebot. Der Manager muss sich noch gedulden. Schalkes gesamte sportliche Führungscrew urlaubt in Puerto Rico, erst am 18. Juni werden Manager Felix Magath und Trainer Felix Magath im Revier erwartet.
Beraten wird Holtby von Thomas Noack. Der 31-jährige Werbekaufmann aus Düsseldorf ist erst seit kurzem als Spieleragent unterwegs. Plötzlich ist er in der großen Fußballwelt mit den noch größeren Zahlen gestrandet. Sein Portfolio ist noch übersichtlich. André Kilian von Schalke II taucht da auf, und Alemannias talentierter A-Jugend-Spieler Christoph Moritz, den er gerade ebenfalls dort im Regionalligateam abgegeben hat. Mit Holtby hat er seinen erstes Juwel in der Auslage.